„US-Teenies verfallen SMS-Wahn“ hieß die reißerische Überschrift eines Artikels den ich im Internet auf einem Presseportal fand. Nach einer Studie sollen 63 Prozent aller Jugendlichen in den USA täglich „exzessiv“ texten. Um durchschnittlich 60 Textnachrichten pro Tag soll es sich dabei handeln, besonders 14- bis 17-Jährige wären Vielschreiber. Dank der ständigen Netzverfügbarkeit moderner Smartphones wäre auch denkbar, dass Instant Messaging oder Email der SMS den Rang ablaufen aber das ist nicht der Fall. Sogar der Anteil des Telefonierens ist rückläufig. Ob ich das Ganze nun als SMS-Wahn bezeichnen sollte, weiß ich nicht. Bei 60 SMS pro Tag und sagen wir mal 15 Stunden munter sein macht das vier SMS pro Stunde. Normal finde ich das nicht aber auch nicht wirklich schlimm.
Lesestoff zum Thema:
Quasi aus den Kindertagen der SMS – aus dem Jahr 2001 – stammt diese wissenschaftliche Studie der Uni Erfurt.
Eine deutsche Studie zur Nutzung des Mobiltelefons aus dem Jahre 2005 findet sich hier (pdf).
Sehr schön ist auch dieser Artikel aus der Welt von 2009, thematisiert er doch ebenfalls etwas reißerisch das „suchthafte“ Schreiben von SMS als neue Krankheit. Glaubt man den Zahlen dort, dann texten die deutschen Kids noch mehr als ihre US-amerikanischen Altersgenossen.